Leben mit dem Coronavirus ein Jahr nach Auftreten des ersten Todesfalls

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Am 11.01.2020 meldete China den ersten Corona-Todesfall. Zu diesem Zeitpunkt gab es offiziell 41 Infizierte, von denen 7 stationär behandelt wurden.

Stand Heute (22.01.2021) gibt es weltweit 96.218.601 gemeldete Infizierte, von denen 53.118.533 bereits genesen sein sollen. Außerdem sind 2.058.534 Todesfälle zu beklagen.

Es wurden in Rekordzeit Impfstoffe entwickelt, die in Deutschland erst verabreicht werden, nachdem die Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität der Impfstoffe von der Europäischen Arzneimittelagentur geprüft und der Impfstoff für die EU zugelassen wurden. Aber nicht jeder Staat kann es sich leisten, seine Bevölkerung vollständig zu impfen. Es ist daher anzunehmen, dass uns Schutzmaßnahmen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus dauerhaft im Alltag begleiten werden.

Derzeit muss das Ziel aber lauten, die Infektionszahlen wieder soweit in Griff zu bekommen, dass Infektionswege unterbrechen werden können und ausreichend Behandlungskapazitäten zur Verfügung stehen. Um dies zu erreichen, sind die Eingriffe in die durch das Grundgesetz gewährten Freiheiten wie die Freiheit der Berufsausübung, die Versammlungsfreiheit und die Freizügigkeit weiter verschärft worden. Ich erkenne zwar die Notwendigkeit schneller und harter Entscheidungen angesichts der fortschreitenden Ausbreitung des Virus. Als Jurist fällt es mir aber zunehmend schwer, mich damit zu arrangieren, dass derart weitgreifende Entscheidungen seit Monaten nicht vom Parlament, sondern durch die jeweiligen Landesregierungen auf der Grundlage von Expertenanhörungen getroffen werden, die selbst auch keine Erfahrungen im Umgang mit der Corona Pandemie haben. Der Umgang mit der Maskenpflicht belegt das. Erst war es nahezu verpönt, eine Stoffmaske zu tragen, jetzt reicht diese nicht mal mehr aus, um ein Ladengeschäft betreten zu können.

Ich weiß auch, dass versucht worden ist, durch die Lockerungen in den Sommermonaten die Bevölkerung bei der Stange zu halten, die derzeitige Salamitaktik führt aber zu einer zunehmenden Unzufriedenheit. Aber wie wir in Hamburg sagen: Wat mutt, Dat mutt. Wenn wir uns jetzt zusammenreißen, ist das Infektionsrisiko hoffentlich in absehbarer Zeit soweit beherrschbar, dass man endlich wieder unter Leute gehen kann.

Ich habe in einem früheren Eintrag bereits auf die Website der Stadt Hamburg hingewiesen, auf der in leicht verständlicher Weise laufend aktualisierte Informationen eingestellt werden. Diese findet sich auch weiterhin unter folgendem Link:

https://www.hamburg.de/coronavirus/

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